Aktuelles

09.04.2019 - Pressebericht Landauer Zeitung:

 

"Sind keine billigen Arbeiter"

Nach halbem Jahr: Fazit der Nachbarschaftshilfe

Eine äußerst positive Bilanz hat ein halbes Jahr nach dem offiziellen Start der Nachbarschaftshilfsverein gezogen. Wie Vorsitzender Bürgermeister Franz Josef Weber stolz mitteilte, sind Kapital und Helfer vorhanden, jedoch fehlen die Anfragen der Bedürftigen.
Wie Organisator Sepp Obermeier mitteilte, trafen sich die Verantwortlichen seit der letzten Mitgliederversammlung zu fünf Vorstandssitzungen und zwei Sitzungen des Vereinsausschusses. Offizieller Start der Nachbarschaftshilfe war der 1. Oktober 2018. Derzeit gehören dem Verein 67 Mitglieder und fünf Vereine an, 23 Helfer haben das erweiterte Führungszeugnis bekommen. Bisher waren acht Helfer im Einsatz und dabei konnte neun Personen Hilfe geleistet werden. Den vier Arbeitseinsätzen mit handwerklichen Leistungen und hauswirtschaftlichen Arbeiten stehen 23 Fahrdienste mit rund 600 Kilometern gegenüber. Bei den Anforderungen kann eine steigende Tendenz festgestellt werden. Vonseiten der Gemeinde wurden zu Weihnachten 54 Gutscheine ausgegeben. Kriterien, um die Hilfe zu beantragen sind: mindestens 75 Jahre alt, krank, behindert oder in Not geraten. Das Vereinsgebiet erstreckt sich über die Gemeinde und Pfarrei Malgersdorf und das Gebiet des Schulsprengels. Der Grundsatz der Organisation, so Obermeier, sei: „Wir leisten Hilfe, sind aber keine billigen Arbeitskräfte.“


18.12.2018 - Pressebericht Landauer Zeitung:

Hilfe für Hilfesuchende


Unterstützung bei Hausarbeit und Besorgungen


Einen Verein Nachbarschaftshilfe, braucht es den in Malgersdorf? Wenn man näher darüber nachdenkt, kann man die Frage mit einem klaren „Ja“ beantworten. Wie Frau S.: Bei ihr lassen die Beine aus, sie kann nicht mehr auf eine Staffelei steigen, kann sich nicht mehr nach oben strecken oder kommt beim Bücken nicht mehr hoch. Die alltäglichen, einfachen Hausarbeiten gehen noch. Aber wer hilft beim Fensterputzen, Kellerschächte säubern oder Komposthaufen auflösen? Vieles ist mühsam geworden.

Sicher, auch Frau S. musste ihre Hemmungen überwinden und um Hilfe bitten. Doch schon nach der ersten Aussprache, konnte sie für sich feststellen, die Nachbarschaftshilfe Malgersdorf ist eine optimale Sache. Innerhalb weniger Tage konnte der Kontakt zwischen Frau S. und Manuela Behringer aus der Helferliste hergestellt werden und das ganz unkompliziert, ohne große Umstände. Frau S. freut sich, dass endlich die Fenster im Wintergarten geputzt sind. Wie sich herausgestellte, passt die Chemie zwischen den beiden Damen.

Die Helferin wurde nach getaner Arbeit zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Es folgte ein Gegenbesuch, man lernte sich näher kennen und besprach nebenbei, welche Erledigungen als Nächstes anstünden. „Es ist ein Segen, dass sich die Manuela gefunden hat“, so Frau S., für die es wichtig ist, noch lange in ihrer vertrauten Umgebung bleiben zu können. Nicht ganz unwichtig ist es außerdem, dass die Nachbarschaftshilfe Malgersdorf für alle seine Helfer eine Unfall- und Haftpflichtversicherung abgeschlossen hat, und der Verein keine Konkurrenz zu gewerblichen Anbietern darstellt.
Hilfesuchende können sich unter 09954/7000310 an den Verein wenden. Die Aufwandsentschädigung beträgt fünf Euro pro Helferstunde, der Kilometer-Satz liegt bei 25 Cent. Alle Helfer unterliegen der Schweigepflicht.


12.11.2018 - Pressebericht Landauer Zeitung:

Gemeindeleben noch lebenswerter gestalten


Mitglieder der Nachbarschaftshilfe kamen zum ersten Helfertreffen zusammen


Am 1. Oktober hat die Nachbarschaftshilfe Malgersdorf offiziell ihren Betrieb aufgenommen. Der Verein möchte die Menschen zusammenbringen: Menschen, die mal eben Hilfe benötigen, mit jenen, die bereit sind, diese Hilfe zu erbringen. Ziel der Organisation ist es, das Leben in der Gemeinde noch lebenswerter zu gestalten. Als Beitrag möchte man ein enges soziales Netz knüpfen, um im Notfall die Betroffenen aufzufangen.
Zu einem Helfertreffen begrüßte Bürgermeister und Vorstandssprecher Franz Josef Weber die engagierten Damen und Herren. Er freute sich über die zahlreiche Teilnahme beim ersten Treffen dieser Art, dem weitere folgen werden. Den Freiwilligen wünschte er eine glückliche Hand bei all ihren Tätigkeiten und bedankte sich schon im Voraus für die Hilfsbereitschaft.
Eine ganze Reihe von Bürgern stehen bereit, die sich in die Helferliste haben eintragen lassen und verschiedene Hilfen im Haushalt, im Garten und rund um das Haus, Fahrdienste, Schreibarbeiten oder Besucherdienste leisten wollen. Verschiedene Personen konnten bereits über ihre Erfahrungen bei ihren ersten Einsätzen berichten. Bei den Anfragen handelte es sich etwa um Fahrten zu Arztterminen. Eine alleinstehende Dame brauchte Hilfe beim Putzen der Fenster. Ein Handwerker war gefragt, der kleine Malerarbeiten übernehmen konnte.
Dem Vorstand wurde mitgeteilt, dass bei den Bürgern schon eine gewisse Hemmschwelle besteht, um Hilfe zu beantragen. Wenn diese Hürde erst einmal überwunden ist, ergeben sich auch kleine Gespräche und Vertrauen kann aufgebaut werden. Und wenn man nach getaner Arbeit noch zu einer Tasse Kaffee eingeladen wird, dann weiß man, dass es passt, so eine Helferin.
Für die Sparte „Haushalt“ stehen Manuela Behringer, Christine Dobmeier, Annemarie Edlheim und Eleonore Edlheim zur Verfügung. Kleine Näharbeiten kann Marianne Flieger erledigen. Karlheinz Flieger, Josef Kaltenecker, Xaver Pfaffinger und Helmut Sterzer können rund um Haus und Garten kleine Hausmeisterarbeiten leisten. Roland Callies, Josef Obermeier, Karl Regirt und Ludwig Schäfer wollen Fahrdienste zum Arzt und Besorgungsfahrten übernehmen. In Sachen Schreibarbeiten oder Anträge ausfüllen können Brigitte Böckl, Sebastian Edlheim, Maria Hecker oder Christoph Sperl die Anfragenden unterstützen. Es werden – wenn gewünscht – auch Krankenbesuche gemacht.
Zur Vorgehensweise: Der Hilfesuchende wendet sich an die Gemeinde Malgersdorf, Telefon 09954/307. Es wird eine Auftragsannahme ausgefüllt. Der infrage kommende Helfer wird kontaktiert und mit den nötigen Informationen ausgestattet. Der Helfer setzt sich mit der anfragenden Person in Verbindung, um die Einzelheiten zu besprechen. Die Aufwandsentschädigung beträgt fünf Euro pro Helferstunde, der Kilometer-Satz liegt bei 25 Cent. Wichtig zu erwähnen: Alle Helfer haben sich dazu verpflichtet, eine Schweigepflichtserklärung abzugeben. Verschwiegenheit sei das oberste Gebot.